Himmel und Erde


Himmel und Erde ist ein deutschlandweit bekanntes Hauptgericht. Von Schleswig-Holstein bis Bayern, von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen bis ins Rheinland und Hessen, wurde es in den Küchen zubereitet. In verschiedenen Variationen kam es seit Ende des 18. Jahrhunderts auf den Tisch. Die Basis bildeten immer die Äpfel, die oben am "Himmel" und die Erdäpfel oder Kartoffeln, die unter der "Erde" wachsen. Dazu kamen meist ausgelassener Speck und darin angebratene Zwiebelringe. Andernorts wurden noch gebratene Blut- und Leberwurstscheiben dazu gereicht. Ein herrliches Herbst- und Wintergericht, das von innen wärmt.

Anleitung:

  1. Die Äpfel halbieren, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Die Äpfel, zusammen mit dem Zucker und dem Zitronensaft in einem Topf dünsten.
  3. Wenn sie weich sind, die Äpfel durch ein feines Sieb passieren und zur Seite stellen.
  4. Die Kartoffeln schälen und mit Salzwasser bedeckt bei geschlossenem Deckel in einem zweiten Topf kochen, bis sie gar sind.
  5. Die Kartoffeln zerstampfen, Butter, Milch und Muskatnuss hinzufügen und cremig rühren.
  6. Den Speck in Würfel schneiden und in einer Pfanne auslassen.
  7. Die Zwiebel in Ringe schneiden und im Speckfett dünsten, bis sie gebräunt sind.
  8. Apfelmus und Kartoffelbrei auf den Teller geben, mit den Speckwürfeln, den Zwiebeln bestreuen und dem Speckfett beträufeln.
  9. Heiß zu Tisch bringen.

Tipp:Apfelmus und Kartoffelbrei können entweder separat oder miteinander vermischt auf dem Teller angerichtet werden. Ergänzend zu Soeck und Zwiebeln können auch angebratene Blut- oder Leberwurstscheiben serviert werden.