Grießschnitten
Unter der Rubrik „Nährmittel- und Brotgerichte und Eintöpfe“ findet man in der „Schriftenreihe für die praktische Hausfrau“ im Heft mit dem Titel „Trotz wenig Zeit gut gekocht“ dieses Rezept für Grießschnitten. Herausgegeben wurde es im Jahre 1943 vom Rechtsausschuss für die volkswirtschaftliche Aufklärung und konnte für 30 Pfennig pro Stück erworben werden. Bezogen werden konnten es über die Dienststellen der NS-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk. Den Frauen von damals sollte mithilfe dieser Hefte die sparsame Haushaltsführung zu Kriegszeiten beigebracht und Alternativen aufgezeigt werden, wie man seiner Familie ein schmackhaftes und nahrhaftes Essen, trotz der nur eingeschränkt zur Verfügung stehenden Lebensmittel, auf den Tisch zaubern kann. Diese Art der Hefte gehörte mit zur Propaganda der Nationalsozialistischen-Machthaber und die darin enthaltenen Rezepte sind auf eine bzw. vier Personen ausgelegt.
Anleitung:
- Die Milch, das Salz und das Fett werden in einem Topf zum Kochen gebracht.
- Nun wird der Grieß unter Rühren hineingestreut und für etwa 10 Minuten unter Rühren gargekocht, bis sich die Masse vom Topfboden löst.
- Anschließend werden feingehackte Kräuter daruntergemischt.
- Die Masse etwa 2 Zentimeter dick auf eine Emaille- oder Porzellanplatte streichen und erkalten lassen.
- Rechtecke später davon abschneiden und diese in einer Pfanne in heißem Fett braten oder in eine gefettete Auflaufform dachziegelartig einschichten und mit Hefeflocken bestreut im Ofen überbacken.
- Dazu reicht man Gemüse oder Salat.
Tipp: Die süße Variante werden die Grießschnitten ohne Kräuter, anstatt dessen mit etwas Zitronenschale und Zucker gekocht. Dazu gibt es Kompott.