Falsche Mett- und falsche Leberwurst
Aus einem Kriegs- und Notrezeptbüchlein von Ruth van Nederbrok stammen diese Rezepte zur Falschen Mettwurst und zur Falschen Leberwurst. Die Bezeichnung „Falsche“ zeigt, dass man in Notzeiten nach Ersatz für Fleischgerichte suchte. Fett und Fleisch waren besonders knapp, so ist es nicht verwunderlich, dass viele Kriegsrezepte besonders auf die Fleischreduktion abzielten und stattdessen den Verbrauch von Nahrungsmitteln förderten, die in Deutschland angebaut und nicht aus dem Ausland importiert werden mussten.
Anleitung:
Für die falsche Mettwurst:
- Die Zwiebeln schälen, fein hacken und im heißen Fett anrösten.
- Die Brühe dazugeben
- Die Graupen hineinstreuen, salzen und alles so lange kochen, bis es fast weich ist.
- Sellerie, Tomatenmark und Pfeffer einrühren und nochmals kurz aufkochen lassen.
- Nun die Masse in eine kalt ausgespülte Form oder in sterilisierte Gläser füllen und darin erkalten lassen.
Für die falsche Leberwurst:
- Die Haferflocken zusammen mit dem Wasser und dem Salz zu einem dicken Brei kochen.
- Mit den übrigen Zutaten versehen, nochmals gut durchkochen
- In sterilisierte Gläser füllen und erkalten lassen.
Tipp: Die Wurst kann in sterilisierten Weckgläsern für eine längere Haltbarkeit bei 90-100 °C für 30 Minuten eingekocht werden.